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Diorama »Das Dorf«

Ein Diorama von Robert Gymbel.

 

 

 

Und jetzt eine Geschichte dazu.

 

Aus der Geschichtensammlung »Herren der Malachittaiga« vom elfischen Autor Ekumbertol

Herren der Malachittaiga

Zwei aus unserem Dorf gingen mal nach den Wiesen schauen. Und die Wiesen lagen ziemlich weit weg. Es war ein Feiertag, und dazu noch sehr heiß. Schreckliche Hitze. Und die beiden schufteten eigentlich in den Malachitminen.

Der erste war noch jung, unverheiratet, hieß Stepan, aber schon mit grünen Malachitflecken. Der andere war älter. So ziemlich geschafft. Das Gesicht fast grün. Er musste immer husten.

Schön ist es in der Taiga. Vögel singen, es richt gut. Sie legten sich kurz hin und sind gleich eingeschlafen.

Plötzlich wacht der jüngere auf. Ein Offizier tritt ihn. Steht der Kerl auf und kriegt gleich auf die Schnauze.

»Ich dich fragen, du mir antworten«, sagt der Offizier zu ihm.

Und spricht noch so komisch, wie die Gutten. Seit einiger Zeit heiratete der Zar nämlich nur guttische Prinzessinnen. Seitdem gab es bei uns zu viele Gutten.

»Keine Zeit«, antwortet Stepan, »haben sowieso schon zu lange gepennt.«

Also hat er noch mal auf die Schnauze bekommen. Da ist der zweite aufgewacht. Hat auch ein paar Schläge abgekriegt. Da liegen die beiden, stöhnend.

»Hab' keine Angst«, sagt der Unteroffizier zu Stepan, »wir werden dir schon nichts böses antun.«

Da wurde Stepan wütend.

»Vor wem soll ich denn Angst haben«, schreit er, »wenn ich schon in den Bergminen schufte?«

»Sehr schön«, sagt der Unteroffizier, »solche wie dich, die von niemandem Angst haben, brauchen wir nämlich für das Heer seiner Majestät. Und nun hör auf mit dem Blödsinn, führe uns in dein Dorf.«

Damals wollte der ruttische Kaiser einen großen Krieg im Süden anfangen, und so mussten alle zum Militär.

Da kamen sie ins Dorf. Dorfleute schweigen, verbeugen sich tief. Und da sagt der Dorfvorsteher:

»Gehe weg, Arschloch, solange du noch kannst. Wenn ihr hier weiter in roten Hemden blöd rumläuft, bringen euch die Goblins um.«

Der Unteroffizier wurde blass vor Wut.

»Bist du betrunken oder geisteskrank? Verstehst du nicht, mit wem du da sprichst? Ich lasse dich in den Bergminen langsam sterben!«

»Kannst du machen«, sagt der Dorfvorsteher, »aber die Goblins mögen kein Rot.«

»Peitscht ihn aus«, schreit der Unteroffizier, »und kettet ihn in der Schacht!«

Wurde schnell erledigt. Weiber mussten dann in die Häuser zurück. Männer wurden gemustert. Und so war der Tag um.

Die Nacht wollten die Soldaten nicht im Dorf verbringen, hatten wohl Angst. Schlugen ihr Lager am Dorfrand auf. Die ganze Nacht gesoffen und gesungen. Und am frühen Morgen wurden sie von Goblins überfallen. War eine lange Schlacht, der guttische Offizier wurde verletzt, der Unteroffizier getötet. Wer von den Soldaten überlebte, ist geflohen. Und die Goblins nahmen die Sachen der Gefallenen und gingen in die Taiga zurück, die Dorfleute haben sie nicht mal angefasst.

Kann sein, die Goblins haben die roten Hemde gesehen und überreagiert. Oder jemand aus dem Dorf hat ihnen leichte Beute versprochen – wer weiß. Aber eins ist sicher: Fremde heißt man bei uns in Subir nicht willkommen.

Zurück...

 

 

 

 

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