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19.11.06 BLIN das Komputerspiel. Mehr...

07.09.06 Weiße Kompanie. Teil 5. Mehr...

24.04.06 Weiße Kompanie. Teil 4. Mehr...

17.04.06 Workshop »Berittener Orkschamane«. Mehr...

17.04.06 Große Galerie »Wypren«. Mehr...

17.04.06 Bericht über »Journée Figurines et Jeux«. Mehr...

26.01.06 Weiße Kompanie. Teil 3. Mehr...

02.11.05 Weiße Kompanie. Teil 2. Mehr...

30.06.05 Weiße Kompanie. Teil 1. Mehr...

30.06.05 Diorama »Das Dorf«. Mehr...

 

Vorgeschichte

Für gewöhnlich erläutert man die politischen Hintergründe des Krieges von Norden gegen Süden beginnend mit den so genannten Feuerfeldzügen – einer Reihe von bewaffneten Konflikten mit den an der östlichen Mittelseeküste lebenden Völkern; dabei werden die Feuerfeldzüge als der erste Akt der Expansion des Zarenreichs des Bösen nach Süden betrachtet. Die Kontrolle über die Mittelsee, das Zentrum des kontinentalen Flussnetzes, lag zweifellos im Bereich der geopolitischen Interessen des Zarenreiches, hätte aber keine spürbaren Vorteile im Kampf gegen die südlichen Staaten, Chiland und Kemet, gebracht. Mehr sogar: Die Feuerfeldzüge drohten das Zarenreich in eine Reihe von lokalen Kriegen gegen Verbündete der Elfen zu stürzen.

Im strategischen Interesse der südlichen Staaten, insbesondere Kemets, das nicht über die menschlichen Ressourcen Chilands verfügte, lag es, dem Zarenreich des Bösen einen langwierigen Konflikt im Zentrum des Kontinents aufzuzwingen. Kemetische Flottenstützpunkte an der östlichen Mittelseeküste würden das Heer des Zarenreiches wegen der Gefahr einer massierten Landungsoperation bei Zargrad mit anschließender Belagerung und Eroberung der ruttischen Hauptstadt binden.

Die beiden Seiten bevorzugten aber scheinbar schwächere Strategien. Die Vorgehensweise der Hauptantriebskräfte des Konflikts, des Zarenreichs des Bösen und Kemets, kann man nur im Rahmen des religiösen Konzeptes erklären.

WeltkarteDie nördlichen Regionen des Kontinents sind überwiegend von Rutten besiedelt. Der erste ruttische Führer, Iwan Grosny, der wegen seiner Grausamkeit den Beinamen Wasiljewitsch bekommen hatte, legte den Grundstein eines totalitären Staates, des zukünftigen Zarenreichs des Bösen, sich auf die drei dunklen Gottheiten – Dunkelheit, Hatiman und Umora – stützend. Parallel entwickelten sich im Nordwesten unter der Ägide der dunklen Gottheiten Feudalkönigreiche (die so genannten neuropäischen Staaten oder Neuropa).

In Fragen der Religion tendierte Neuropa, und insbesondere das Königreich der Franken, zu Hatiman, der ruttische Staat bevorzugte stets Dunkelheit. Der von den Franken gegen die Gutten, auf deren Seite auch die Rutten kämpften, entfesselte Krieg endete trostlos für die Aggressoren: Unter der Herrschaft des Zaren Alexander Grosny wurden die neuropäischen Länder dem ruttischen Zarenreich angegliedert, und Alexander wurde zum Kaiser gekrönt.

Der Adel der nordwestlichen Staaten konnte sich mit der schnellen Niederlage nicht abfinden. Sich dessen bewusst, sanktionierte Zargrad zwecks Stabilisierung der innenpolitischen Situation im jungen Reich militärische Operationen im Mittelseeraum, die Anregung zu Bildung der neuropäischen Ritterorden gaben. Als erster wurde der Orden des Tempels von Hatiman dem Flammenden (zentrale Stätte des Hatiman-Kultes in der frankschen Stadt Konstans) gegründet. Der Orden definierte sein Ziel als Weltherrschaft zum Ruhm Hatimans. Die Weltherrschaft bedeutete für Tempelherren in erster Linie Befreiung von Zargrads Macht. Ihre Wut gekonnt nach Süden lenkend, eilte Zargrad trotzdem einen weiteren Orden zu gründen, den Orden des heiligen Iwan Grosny, dessen Mitglieder, die so genannten Iwaniten, im Gegensatz zum Orden des Tempels, der fast ausschließlich aus Franken bestand, überwiegend guttischer Abstammung waren.

Der strategisch gesehen zweifelhafte Beschluss, die Feuerfeldzüge zu starten, war also ein Versuch Zargrads, d.h. auch der Dunkelheit, die Integrität des Konglomerats der nationalen Staaten aufrecht zu erhalten. Der Kampf um die Mittelsee war der erste Schritt auf der Suche nach der neuen staatlichen (imperialen, übernationalen) Idee.

Die Vereinigung der nördlichen Länder von der Küste des Sonnenuntergangsozeans bis zum Micheko Gebirge konzentrierte in den Händen Zargrads Ressourcen, die einen Krieg gegen Kemet und Chiland, die Hochburg der Götter der Ordnung, denkbar machten. Eine Offensive nach Süden war nun nur eine Frage der Zeit.

Im sich entwickelnden Konflikt wählten die südlichen Staaten eine defensive Strategie. Dem vom Norden kommenden Feind versperren die Berge des Südbogens, die Kemet und Chiland als nördliche Naturgrenze dienen, den Weg. An die Berge des Südbogens grenzt östlich die südliche magische Anomalie, eine weite, sumpfige Ebene, berüchtigt für tödliche magische Phänomene. Im Westen gehen die Berge fließend in eine hügelige Hochebene über, die sich mit den Bergen des Westbogens schließt. Noch bevor Alexander Grosny zum Kaiser erklärt wurde, fing man in Chiland mit dem Bau der Großen chiländischen Mauer an, einer Linie von Verteidigungsanlagen, die von dem natürlichen defensiven Potential der hügeligen Landschaft Gebrauch machte.

Die fehlende Bereitschaft der südlichen Staaten, sich in den Kampf um die Mittelsee einzumischen, erklärt sich vor allem dadurch, dass die östliche Mittelseeküste überwiegend von Zarazenen bewohnt wurde, die sich nicht für eine einzige Religion entscheiden konnten, was in den Augen der südlichen Staaten ein Zeichen der starken Affinität zum Chaos war. Ordnung wartete also ab und ließ Dunkelheit seine ideologischen Gegner vernichten. Außerdem eilten die unter der Schirmherrschaft von Elfen und hellen Göttern stehenden Ritterorden den Zarazenen zur Hilfe. Und obwohl die Elfen offiziell sich in den Konflikt nicht einmischten, machten sich elfische Freiwilligeneinheiten auf den Weg vom Smaragdwald zur Mittelsee. Kemet, das im Osten an den Smaragdwald grenzt, wollte schon immer nach Osten expandieren. Wenn der Stratege, das elfische Genie der Kriegskunst, zulassen würde, dass die Elfen in einen Krieg gegen die Dunklen im Zentrum des Kontinentes involviert werden, würde Kemet reelle Chancen bekommen, seine Träume zu verwirklichen.

Der Stratege stand seinerseits vor dem Problem des Krieges an zwei Fronten. Der erste Krieg, gegen die Dunklen, wurde bereits im Mittelseeraum geführt, an den die traditionell stark von Elfen beeinflusste Zone grenzte. Der zweite Krieg, gegen die Anhänger der Götter der Ordnung, drohte im Süden. Ohne die Möglichkeit, die ohnehin kleine elfische Streitmacht zu teilen, beschloss der Stratege abzuwarten: Im Idealfall würde die Offensive des Nordens in der Verteidigung des Südens stecken bleiben, dann würde sich die Taktik der gezielten Anschläge auf die ausgedehnte Kommunikation der Angreifer von selbst anbieten.

Diese Strategie implizierte aber Hilfeuntersagung den nördlichen Verbündeten, unter anderem auch Albion. Trotz des starken Drucks seitens der Kirche und der Götter, konnte der Stratege einige Jahre die Nation vor der Einmischung in den Krieg bewahren. Die Niederlage der Albioner in der Schlacht bei dem Tor von Oscar passte perfekt in die Pläne des Strategen: einige albionische Clans kannten sich sehr gut in der magischen Anomalie aus, und konnten, freiwillig oder unfreiwillig, die Streitkräfte des Nordens durch die Sümpfe führen.

Der Stratege argumentierte seine Einstellung geschickt. Nach albionischer Tradition wird der König fürs Leben von der Versammlung der Clans gewählt. Nach der Wahl nennt der König seinen Stellvertreter, den Prinzen. Da über das Schicksal des Königs Richard McAlbin Adlerauge, der in den Krieg zog, nichts bekannt war, war sein Bruder, Prinz John McAlbin, der legitime Herrscher Albions. Nach der Niederlage in der Schlacht bei dem Tor von Oscar unterschrieb Prinz John, durch Vermittlung von Zargrads Bevollmächtigtem Waldemar Fitzurse, einen Vertrag mit dem ruttischen Kaiser, nach dem Albion dem Zarenreich angegliedert wurde, ohne seine Autonomie vollständig zu verlieren. Da die Okkupationsstreitkräfte den Vertrag einhielten und ausschließlich diejenigen verfolgten, die sich nicht mit der Niederlage abfinden konnten, meinte der Stratege, dass jede elfische Aktion auf dem albionischen Territorium Einmischung in Angelegenheiten eines unabhängigen Staates bedeuten würde.

Die innerpolitische Situation im Smaragdwald zwang den Strategen aber dazu, sich den Forderungen der hellen Gottheiten und der hellen Kirche zu fügen und den Dunklen einen Partisanenkrieg viel früher als geplant zu erklären. Die elfische Kirche verteidigte ihre Meinung mit dem Argument, dass Waldemar Fitzurse, der Albion de facto im Namen von Prinz John regierte, den dunklen Glauben im Land verbreitete: In einer kurzen Zeit wurden nicht weniger als einhundert Tempel der Göttin Umora, die sich wachsender Beliebtheit der albionischen Bevölkerung erfreute, geweiht.

Nach der Minimierung der elfischen Verluste strebend, stützte sich der Stratege bei seinen Operationen in erster Linie auf Green Berets, die Widerstandsbewegung im okkupierten Albion. Die erste Aktion war der Streifzug der Weißen Kompanie.

 

 

 

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