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19.11.06 BLIN das Komputerspiel. Mehr...

07.09.06 Weiße Kompanie. Teil 5. Mehr...

24.04.06 Weiße Kompanie. Teil 4. Mehr...

17.04.06 Workshop »Berittener Orkschamane«. Mehr...

17.04.06 Große Galerie »Wypren«. Mehr...

17.04.06 Bericht über »Journée Figurines et Jeux«. Mehr...

26.01.06 Weiße Kompanie. Teil 3. Mehr...

02.11.05 Weiße Kompanie. Teil 2. Mehr...

30.06.05 Weiße Kompanie. Teil 1. Mehr...

30.06.05 Diorama »Das Dorf«. Mehr...

 

Aus den Erinnerungen des Elfen Elkmas

Eine von Sümpfen umgebene Basis der Widerstandsbewegung, ein anstrengender Monat der Vorbereitung zu einer dreitägigen Operation. Wir wurden mit Parolen und Beschreibungen der Verbindungsleute voll gestopft. Als hätten uns die Green Berets helfen können... Ich war müde von den unzähligen Ratschlägen und Warnungen: »Wenn Ihr Wert auf Euer Leben und Euren Verstand legt, müsst Ihr dem Moor nachts fernbleiben.« Aber man hat uns mitten in der Nacht losgeschickt.

Konspirateure. Um sieben Uhr Morgens hat uns ein menschlicher Knabe, Robin McGood aus dem Dorf Killamarsh entdeckt. Er rannte zu der Widerstandsbasis, um Hilfe zu holen. Aus seinen zusammenhangslosen Erklärungen konnte ich nur verstehen, dass sein Dorf von einer Riesenschnecke überfallen wurde. Und Sir Nigel  – unser Führer – führte uns nach Killamarsh.

Aus dem Protokoll der Tatortuntersuchung

Dorf Killamarsh; 30 Kilometer südwestlich vom Präzeptorium des Ordens in Blackdown. Feld – 300 Meter lang, 120 Meter breit am südlichen Dorfrand. Bodensenkung in der Mitte des Feldes, umgeben von Erdehaufen.

Leiche der Molluske Memollis in der Bodensenkung, sehr großes Exemplar.

Radius der Muschel: 10.93 Meter.

Gesamtgröße: 12.86 Meter.

Länge der Fangarme: 6.43 Meter.

Länge der Kriechsohle: 19.29 Meter.

Leiche liegt auf der rechten Seite. Zickzackförmiger geschmolzener Schnitt auf der linken Seite der Muschel. Eine kreisförmige Öffnung im oberen Teil der Muschel, 30 cm im Durchmesser. Öffnungsrand gezackt und nach außen gebogen.

Leiche menschlichen Mannes am östlichen Feldrand. Leiche liegt auf dem Rücken, Kopf nach Südwesten gerichtet. Kleider zerrissen. Dunkelrote Streifen auf dem Hals und dem rechten Handgelenk. Linkes Bein unnatürlich verdreht.

Leiche menschlichen Mannes in der nordöstlichen Feldecke. Leiche liegt auf dem Rücken, Kopf nach Westen gerichtet. Beide Beine fehlen. Beine bei der Erstuntersuchung des Tatorts nicht gefunden.

Leiche menschlicher Frau in der nordöstlichen Feldecke. Leiche liegt auf dem Bauch, Kopf nach Westen gerichtet. Keine Körperverletzungen bei Erstuntersuchung gefunden. Eine Risswunde im Bauchbereich nach weiterer Untersuchung gefunden.

Keine identifizierbaren Spuren am Boden gefunden.

Aus dem gerichtsmedizinischen Gutachten

Die Temperatur der Leiche, die als John McGood identifiziert wurde, sowie die Umwelttemperatur, das Vorhandensein, die Größe und Lage der Leichenflecke sprechen dafür, dass der Tod vor ungefähr zehn-elf Stunden eingetreten ist. Anzahl und Farbe der Leichenflecke lassen auf Ersticken als Todesursache schließen.

 

Aus dem Bericht des Ermittlungsleiters an den Präzeptor von Blackdown

Selbst unter Folter bestanden mehrere Augenzeugen darauf, dass der Memollis von einem unbekannten alleinreisenden Ritter getötet wurde, was ich angesichts der Größe des Ungeheuers für völlig unmöglich halte.Erster vor Ort war der Kommandor Bertrand du Guesclin, der nach dem riesigen schneckenartigen Ungeheuer Memollis suchte, dessen Erscheinen von den Bewohnern des Dorfes Killamarsh an das Präzeptorium gemeldet wurde. Die Soldaten des Bruders Bertrand du Guesclin zerstörten in ihrer Unwissenheit etliche Spuren, die der Untersuchungskommission hätten helfen können, die Personen zu identifizieren, die die schreckliche Ausgeburt der Zaubersümpfe vernichteten.

Die Einheimischen aus dem McGood Clan verweigerten zunächst die Aussage. Selbst unter Folter bestanden mehrere Augenzeugen darauf, dass der Memollis von einem unbekannten alleinreisenden Ritter getötet wurde, was ich angesichts der Größe des Ungeheuers für völlig unmöglich halte.

Wie es zu erwarten war, brachten weitere Ermittlungen Informationen über eine 30 Mann starke Reitereinheit ans Licht, die den Ritter begleitete. Die Einheit, von einem der Einheimischen als »Weiße Kompanie« bezeichnet, verließ sofort nach dem Vorfall das Dorf und ritt in östliche Richtung, zur Mauer. Mit der Einheit ging ein gewisser Robin McGood, Sohn John McGoods, mit. Es besteht allerdings keine Möglichkeit, die Eltern als Geiseln zu nehmen, da sie bei dem Memollisangriff getötet wurden.

Aus der Ballade »Weiße Kompanie« vom Barden Bernie von Albion

 

Die Reiterei sammelte nun ihre Kräfte, und Wilhelm führte sie in einen Gegenangriff auf die rechte Flanke der Albioner.

Wer Licht vertraut,

einen Memollis umhaut,

der wird wohl hier auf Erden

niemals zuschanden werden.

 

 

 

 

 

 

Aus dem Tagebuch von Tristram de Rochefort, der wegen grober Fahrlässigkeit, die er sich auf dem Posten des Präzeptors von Blackdown zuschulden kommen ließ, zu Tode verurteilt wurde

Mittags verfasste ich einen Brief an unseren hochwürdigen Großmeister Lucas Beaumanoir, welchen ich unverzüglich mit einem Eilboten, der mit Hilfe von farbigen Lichtsäulen, die unsere Gottheiten aus unerklärlichen Gründen erschufen, reisen konnte, abschickte.

Und obwohl ich meine Pflicht getan habe, fand ich keine Ruhe. Ich spürte eine uns allen drohende, helle Gefahr. Nach langer Überlegung traf ich die Entscheidung, unsere besten Leute unter dem Kommando unseres mutigen Bruders Bertrand du Guesclin mit weiteren Ermittlungen zu den mysteriösen Geschehnissen im Dorf Killamarsh zu beordern.

Aus den Erinnerungen des Elfen Elkmas

Wir verließen das Dorf gegen 10 Uhr 30 Morgens und ritten weiter nach Osten, zur Mauer. Die Ermittler aus dem Präzeptorium Blackdown waren bis zum Abend vor Ort beschäftigt, ihre Berichte lagen erst am nächsten Morgen auf dem Tisch von Tristram de Rochefort. Während des Prozesses hat der Präzeptor mehrmals ausgesagt, dass er, von den Nachrichten beunruhigt, um Mittag einen Brief an den Großmeister geschrieben und zwei Stunden später den Kommandor du Guesclin auf die Suche nach uns geschickt habe. Wir waren de Rocheforts Tempelherren mehr als 24 Stunden voraus. Dies stand als Punkt fünf in der Liste der gegen den Präzeptor erhobenen Anklagen.

Ich mag den Präzeptor irgendwie. Er war eigentlich ununschuldig. Die Agenten der Widerstandsbewegung hatten für uns ein Monat lang Informationen gesammelt. Wir wussten alles über den Feind. Bei uns waren die besten Bogenschützen des Kontinentes (die besten unter den Menschen, natürlich). Und uns führte ein Paladin.

Und dennoch – ich hätte zahlenmäßige Überlegenheit bevorzugt.

 

Fortsetzung folgt...

 

 

 

 

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